Wintersport/06.12.2018

Grassroots-Events: Zurück zum Ursprung des Snowboardens

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In den 70er Jahren etablierte sich das Snowboarden als Subkultur. Der jahrelange Kampf um Akzeptanz in den Skigebieten schweißte die Sportler zu einer globalen Community zusammen. Mit Grassroots-Events wie Banked Slaloms besinnen sich die Snowboarder auf ihre Ursprünge zurück und gewinnen neue Anhänger. Auch weil Marken wie Burton und Volcom mitmischen.

Snowboarder beim Slalom.
Grassroots-Events locken Snowboarder aller Alters- und Fähigkeitsklassen.

Grassroots-Events sind die Gegenbewegung zu professionellen Snowboardcontests, wie den X-Games oder den US-Open. Dort gilt der Höher-Schneller-Weiter-Gedanke mit komplizierten Tricks und möglichst vielen Rotierungen. Anders bei den Grassroots-Events. Denn, wie im Namen schon angedeutet, geht die Community hier zurück zu ihren Wurzeln. Ziel ist es, ursprüngliche Wettbewerbe wieder ins Leben zu rufen und den Spaß am Fahren in den Vordergrund zu stellen, zum Beispiel bei Banked Slaloms. Die können alle fahren – unabhängig von Alter und Leistungsniveau.

Vorbild ist der Mt. Baker Banked Slalom in Mount Baker, Washington State, bei dem sich die Szene seit 1985 jährlich trifft. Für die Snowboard-Community ein besonderer Ort: Schließlich war der Mt. Baker in den 1980ern eines der wenigen Skigebiete, das Snowboardern den Zutritt erlaubte. Viel mehr aber, da die Szene-Ikonen Bob Barci und Tom Sims dort das Event ins Leben riefen.

Damals gingen 14 Snowboarder an den Start, heute sind es über 1000, vom Profi bis zum absoluten Amateur. Viele davon kommen jedes Jahr. Laut einer Umfrage des Veranstalters besteht die Faszination des Events darin, dass Snowboarder aus aller Welt hier zusammen kommen.

Banked Slalom: Ein Snowboard-Event für alle

Der Sudden Rush Banked Slalom in Laax ist eine europäische Version des Mt. Baker Banked Slalom. Initiatoren sind zwei der einflussreichsten Freestyle-Athleten der Snowboard-Geschichte: Nicolas Müller und Terje Haakonsen.

Der Norweger holte sich in Mt. Baker schon sieben Trophäen. Kein männlicher Starter gewann häufiger.

Den eigenen Banked Slalom riefen Haakonsen und Müller gemeinsam mit dem Sportmoderator Chris Bachmann ins Leben. Das war 2015 - als es fast nur noch Contests im Bereich Halfpipe und Slopestyle für hart trainierende Athleten gab. Bachmann hatte anderes im Sinn: „An unserem Contest sollte jeder mitmachen und Spaß haben können.“

Sudden-Rush-Veranstalter bieten eigene Shaping-Kurse an

Der Banked Slalom zeigt Parallelen zwischen den Boardsports auf. Den Kurs zu fahren, fühle sich fast wie Wellenreiten oder Skateboarden auf Schnee an, so die Sudden Rush-Veranstalter. Um das zu erreichen, werden die Steilkurven des Parcours aufwändig präpariert. Die Vorbereitungen beginnen schon zwei Wochen vor dem Event.

Wie Bachmann erklärt, arbeiten Terje und Nicolas mit einem lokalen Team zusammen und verbringen den ganzen Tag auf dem Berg. Das tun die beiden ehrenamtlich und sehen darin eine große Herausforderung. Zum kommenden Sudden Rush Banked Slalom soll dieses Wissen an erfahrene Shaper weitergegeben werden.

2018 waren es 23 Steilkurven, die sie gemeinsam geshapt haben. Am Start waren 300 Teilnehmer: Kinder, Jugendliche, Erwachsene sowie Frauen und Männer. Auch Müller und Haakonsen waren dabei – neben anderen Snowboardlegenden wie Brian Iguchi, Max Plötzeneder, Peter Bauer, Michi Albin und Fabian Rohrer.

Für Nicolas Müller ist Sudden Rush der Snowboard-Event des Jahres. „Natürlich wollen wir alle schnell sein. Aber am Ende sind wir alle Gewinner und gehen mit einem breiten Lächeln im Gesicht und einer tollen Erinnerung nach Hause“, erklärte er die Faszination der Veranstaltung in einem Interview im Magazin Board Sport Source.

Die Trends der Wintersport-Saison 2018/2019 in Bildern

Echte Multitalente sind die Bludan Crossblades: Die gleich drei Funktionen verbinden: Mit wenigen Handgriffen sind sie von steigfähigen Schneeschuhen zu Mini-Skiern für die Abfahrt oder gleitenden Lösungen für ebenes Gelände umgewandelt.
Das Wachsen von Ski und Board ist für echten Fahrspaß unabdingbar, aber auch lästig und nicht zuletzt in den meisten Fällen eine Belastung für die Umwelt. Phantom Glide verspricht mit seiner Beschichtung Abhilfe: Ein einmaliges Auftragen als zusätzliche Beschichtung wirkt dauerhaft. Die Gleiteigenschaften des Skis oder Boards bleiben danach konstant stark – ganz unabhängig von äußeren Einflüssen wie der Schneetemperatur.
Frauen sind schon seit Jahrzehnten fester Bestandteil der Boarder-Szene. Die Hersteller haben diese große Zielgruppe jedoch lange stiefmütterlich behandelt. Das hat sich Gott sei Dank geändert. So etwa bei Burton: Die Board-Veteranen haben ihre Anti Social Splitboards in Sachen Gewicht, Größe und Fahreigenschaften perfekt auf den weiblichen Körper abgestimmt.
Traurig über das Ende der Bike-Saison? Dann verschafft das Hillstrike REV-17 Abhilfe. Das Fahrrad auf drei Skiern bietet dank einer Lenkung wie beim Carving und flexible Federung perfekte Kontrolle und Komfort. Und wahnsinnig schnell ist das Snowbike auch noch: Der derzeitige Geschwindigkeitsrekord des Hillstrikes liegt bei 118 km/h.
Rustikaler Look mit Verantwortungsbewusstsein: Die Skier von Grown sehen in ihrem Holz-Look nicht nur stylisch aus. Sie sind vor allem auch nachhaltig: Statt auf nicht erneuerbare Fasern setzen sie beim Rohmaterial auf Hanffasern. Der ökologische Fußabdruck wird so fast halbiert.
Ein seriell gefertigter Schuh mit der Passform eines Maßschuhs … geht nicht? Geht doch: Tecnica hat mit seinem individuell anpassbaren Forge S den perfekten Wanderschuh für jeden (!) Fuß parat. Jeder Schuh wird binnen 20 Minuten maschinell bei autorisierten Händlern perfekt an jeden einzelnen Fuß des Käufers angepasst.
Als Style-Wunder sind Skijacken nicht unbedingt verschrien. Das Label Templa will das ändern und hat mit seiner Hybrid-Jacke ein Modell auf den Markt gebracht, mit dem man sich auch in den Innenstädten dieser Welt sehen lassen kann. Die Daunenjacke sieht aber nicht nur gut aus, sondern liefert bei alpinen Verhältnissen besten Schutz vor Feuchtigkeit, Wind und Kälte.
Es ist der Klassiker: Nach einer anstrengenden Abfahrt verwandelt sich der Schweiß der Anstrengung im Skilift in eine Kältefalle. Der stetige Wechsel zwischen Action und Ruhepause – zwischen Wärme und Kälte – ist Gift für den Körper. Abhilfe verschafft Helly Hansen mit seiner Paradise Heat Skijacke. Diese kann auf Knopfdruck ihre Wärme regulieren. So werden frierende Muskeln verhindert und die Leistungsfähigkeit gesteigert.
Echte Multitalente sind die Bludan Crossblades: Die gleich drei Funktionen verbinden: Mit wenigen Handgriffen sind sie von steigfähigen Schneeschuhen zu Mini-Skiern für die Abfahrt oder gleitenden Lösungen für ebenes Gelände umgewandelt.
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Frauen sind schon seit Jahrzehnten fester Bestandteil der Boarder-Szene. Die Hersteller haben diese große Zielgruppe jedoch lange stiefmütterlich behandelt. Das hat sich Gott sei Dank geändert. So etwa bei Burton: Die Board-Veteranen haben ihre Anti Social Splitboards in Sachen Gewicht, Größe und Fahreigenschaften perfekt auf den weiblichen Körper abgestimmt.
Traurig über das Ende der Bike-Saison? Dann verschafft das Hillstrike REV-17 Abhilfe. Das Fahrrad auf drei Skiern bietet dank einer Lenkung wie beim Carving und flexible Federung perfekte Kontrolle und Komfort. Und wahnsinnig schnell ist das Snowbike auch noch: Der derzeitige Geschwindigkeitsrekord des Hillstrikes liegt bei 118 km/h.
Rustikaler Look mit Verantwortungsbewusstsein: Die Skier von Grown sehen in ihrem Holz-Look nicht nur stylisch aus. Sie sind vor allem auch nachhaltig: Statt auf nicht erneuerbare Fasern setzen sie beim Rohmaterial auf Hanffasern. Der ökologische Fußabdruck wird so fast halbiert.
Ein seriell gefertigter Schuh mit der Passform eines Maßschuhs … geht nicht? Geht doch: Tecnica hat mit seinem individuell anpassbaren Forge S den perfekten Wanderschuh für jeden (!) Fuß parat. Jeder Schuh wird binnen 20 Minuten maschinell bei autorisierten Händlern perfekt an jeden einzelnen Fuß des Käufers angepasst.
Als Style-Wunder sind Skijacken nicht unbedingt verschrien. Das Label Templa will das ändern und hat mit seiner Hybrid-Jacke ein Modell auf den Markt gebracht, mit dem man sich auch in den Innenstädten dieser Welt sehen lassen kann. Die Daunenjacke sieht aber nicht nur gut aus, sondern liefert bei alpinen Verhältnissen besten Schutz vor Feuchtigkeit, Wind und Kälte.
Es ist der Klassiker: Nach einer anstrengenden Abfahrt verwandelt sich der Schweiß der Anstrengung im Skilift in eine Kältefalle. Der stetige Wechsel zwischen Action und Ruhepause – zwischen Wärme und Kälte – ist Gift für den Körper. Abhilfe verschafft Helly Hansen mit seiner Paradise Heat Skijacke. Diese kann auf Knopfdruck ihre Wärme regulieren. So werden frierende Muskeln verhindert und die Leistungsfähigkeit gesteigert.

Events für Snowboard-Profis und Grassroots-Events

Auch Snowboard-Marken setzen auf die Kraft von Contests im Amateurbereich, um ihre eigenen Communities zu binden und pflegen. „Grassroots- und Pro-Snowboard-Events sind gleichermaßen wichtig“, sagt Hanna-Marie Mayer von Burton Europe in Innsbruck, „bei einem Pro-Event wie dem traditionellen Burton US-Open können die Spitzenathleten bewundert werden. Bei Grassroots-Events sind die Kurse einfach und es braucht keine Qualifikation.“

Letztere laufen beim Weltmarktführer unter dem Motto ‚Participation’. Ziel sei es, möglichst viele zum Snowboarden zu bringen.

Burton will auch in Pro-Disziplinen Amateure an den Start bringen. Ein Beispiel dafür sind die Stash Gatherings in Avoriaz (FRA), ein traditioneller Slopestyle-Bewerb, der für alle Leistungsstufen offen ist. Die Teilnehmer haben die Chance, ihr Können vor einer Jury aus Burton Pro-Ridern zu zeigen.

Der Contest läuft über mehrere Tage. Ein Tag ist dem Banked Slalom gewidmet, bei dem jeder ab fünf Jahren starten kann. Im kommenden Winter werden die Stash Gatherings auch in Flachauwinkl (AUT) abgehalten.

Contests für Alle und die Stars der Snowboard-Szene

Volcom Europe nutzt den Banked Slalom um die Volcom-Familie zu versammeln: Ende April treffen sich Endverbraucher, Teamfahrer, Journalisten und europäische Händler am Kitzsteinhorn. Partner ist Nitro, mit dem Volcom auch einige Teamfahrer gemeinsam hat. Neben Terje Haakonsen sind viele mit dabei, sogar die kleinsten Teamfahrer. 

„Terje ist für alle ein Anreiz. Jeder kann sich mit ihm messen. Das ist schon cool. Wir machen das jetzt schon im fünften Jahr in Folge und es kommt supergut an,“ erklärt Jens Hennefarth, Marketing Österreich/Deutschland. Der Contest ist in zwei Durchgängen organisiert und jeder hat die Möglichkeit, sich zu verbessern. Der Overall-Sieger bekommt einen Startplatz beim Mt. Baker Banked Slalom in USA.

Mit Barbecue am Berg und Music-Acts wird die Veranstaltung zum Happening. Am Abend trifft sich die Volcom-Familie zur Castle Rock Out Party im lokalen Schloss. Zuletzt traten Leopard Ale aus Frankreich und King Khan and the Shrines aus Kanada auf. 

Grassroots-Events für spezielle Zielgruppen

Grassroots-Events haben das Ziel, die Community zusammen zu stärken und möglichst viele zusammen zu bringen. Deshalb gibt es neben den großen noch viele kleine Events, wie etwa den Burning Boots Banked Slalom in Brauneck/Lenggries.

Dieser wurde von der Snowboardschule Schneesturm erstmals 2018 veranstaltet. Wie der Co-Organisator Matthias Baier erklärt, seien viele Kinder am Start. Diese können beim kommenden Event 2019 gleichzeitig Punkte für die German Race Series sammeln.

Auch einzelne Zielgruppen werden angesprochen. Ride with Anna Gasser, ist ein neues Event-Format von Burton, dass sich speziell an junge Frauen richtet. Zwar muss der Startplatz erst gewonnen werden, dennoch kann jeder, unabhängig vom Leistungsniveau, teilnehmen.